Schauspielen – offenes Schauspieltraining II

Hallo!

Letzten Donnerstag war ich wieder beim offenen Schauspieltraining, das auch an das letzte teilweise angeknüpft hat.

Am Anfang haben wir erst einmal im Kreis ein paar Ideen gesammelt, was wir so machen wollten. Dann ging es mit dem Aufwärmen los – das übliche Durch-den-Raum-Laufen-und-alles-wahrnehmen, besonders den eigenen Körper und wie man auftritt.

Dann haben wir eine sehr lange und ruhige Übung gemacht: Auf den Bauch legen und die Hüfte nach oben rollen/heben, nicht zu viel Kraft aufwenden. Und das eben in verschiedenen Variationen, den Kopf auf dem linken Ohr, auf dem rechten, die Arme nur neben den Kopf legen, mit einem Arm abstützen, mit beiden, das Ganze alles rechts oder über Kreuz (z.B. auf dem rechten Ohr, also nach links gucken + rechter Arm aufgestellt + rechte Hüftseite hoch oder auf dem linken Ohr, also nach rechts gucken + rechter Arm aufgestellt + linke Hüftseite hoch oder alles links oder oder oder…) – natürlich immer mit genauen Anweisungen, wie wir das Ganze machen sollen (Bein locker lassen, rollen und anwinkeln lassen, durch die Hüftbewegung,…) und worauf wir achten sollen (Arm auf Schulterhöhe aufstellen, spüren, wie die Schulterblätter sich zur Wirbelsäule bewegen,…). Das haben wir relativ lange gemacht – ich habe tatsächlich Muskelkater davon bekommen (hinten unterm rechten Schulterblatt). :D

Danach haben wir uns in einem Kreis aufgestellt und zu dem Gegenüber oder wem auch immer mit nach vorne stampfen und Arme nach vorne schleudern ein „HA!“ geschrien – naja, mehr gestoßen. Dazu sollten wir auch das Zwerchfell benutzen – als ob man einen Luftballon vom Brustkorb in die Magengegend runterschubsen würde, so eine Art Umklappen. Schwierig, das so zu erklären.

Danach haben wir uns in zwei Gruppen zu je neun Personen gegenüber als Reihe aufgestellt. Jede Gruppe hat einen Satz bekommen: 1. „Ein Hund kommt in die Küche | und klaut dem Koch ein Ei“; 2. „Der Koch, der nimmt ein Hackbeil | und schlägt den Hund zu Brei.“ Ja, etwas brutal – ist von Brecht. Das haben wir zunächst geflüstert und während wir auf einander zugekommen sind, sind wir immer lauter geworden, bis wir voreinander standen und uns angeschrien haben. Dann wieder rückwärts und leiser werden. –> Sprache „Hackbeil“ = dominant; –> anschreien, obwohl man direkt vor dem Anderen steht. Dann meinte die Leiterin des Schauspieltrainings, „Wir spielen jetzt ‚West Side Story'“.  Das hieß, einer aus der Gruppe sprang aus der Gruppe heraus, machte irgendeine Bewegung, z.B. einmal nach vorne Boxen, mit entsprechendem Geräusch, dann die ganze Gruppe dahinter im Chor, bis man bei der Reihe gegenüber angekommen ist. Von denen sprang dann wieder jemand heraus und drängte dann mit der zweiten Gruppe die erste wieder im Chor zurück und das immer wieder hin und her.

Dann haben wir das Ball-zu-werfen-Ping-Pong-Blick-Spiel gespielt (sorry, ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen soll – das von letztem Mal halt) und haben es noch erweitert, dass immer eine Person sitzen und eine liegen muss.

Danach haben wir noch Vierergruppen gebildet und immer zwei daraus haben sich über ein vorher festgelegtes Thema gestritten, bis die anderen beiden irgendwann ihre Position eingenommen haben und den Streit weitergeführt haben.

So. Es hat wieder total Spaß gemacht und ich bin echt froh, dass ich das einmal im Monat machen kann. :)

Liebe Grüße

eure An

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