Klarträumen Update & Schauspielen – Offenes Schauspieltraining III

Hallo!

Am Anfang des Monats hatte ich ja mit dem Traumtagebuch angefangen, da ich das Klarträumen lernen will. (Eintrag dazu hier.) Leider vergesse ich die Reality Checks (RC’s) immer noch sehr oft und ich habe auch bisher bis auf die erste Nacht im Traum nicht mehr bemerkt, dass etwas unlogisch war.

Allerdings habe ich bemerkt, dass ich sehr oft von der Schule träume… was auch immer das jetzt bedeuten mag. Also sollte ich wohl besonders dort die RC’s machen. Aber ich habe auch eindeutig Fortschritte gemacht bezüglich der Menge der Träume: Vorher habe ich mich höchstens an zwei Träume erinnert, jetzt waren es mehrmals schon 5! Und das auch noch sehr detailliert, so dass ich in Stichpunkten (!) mehrere Blogseiten gefüllt habe…

 

So, und jetzt zum Offenen Schauspieltraining, bei dem ich am Donnerstag das dritte Mal war.

Am Anfang haben wir erst einmal geklärt, ob jemand Wünsche hat, ob jemand etwas bestimmtes machen will. Dann sind wir wieder durch den Raum gelaufen, haben erst uns selbst wahrgenommen, wie wir auftreten, woher die Kraft kommt, dann den Raum um uns herum.

Dann haben wir uns auf den Rücken gelegt und eine… ich nenne es mal Faden-Kreis-Hüft-Übung gemacht :D Das heißt, wir haben uns vorgestellt, wir hätten unter dem Becken das Ziffernblatt einer Uhr (die 12 zeigt zu den Füßen, die 6 zum Kopf). Dann haben wir die Fußsohlen aneinander gelegt und das Becken hin und her gerollt, erst zur 12 und von da aus zur 1, zur 2, zur 3 und wieder zurück (alles immer mehrmals), dann von der 3 über 4 und 5 zur 6, dann den ganzen rechten Halbkreis usw., verschiedene Halbkreise, dann den gesamten Kreis in beiden Richtungen. Zwischendurch haben wir immer wieder mal die Füße abgesetzt und uns entspannt. Dann haben wir das Becken auch von der 6 zur 12 und zurück gerollt und darauf geachtet, was sich alles mit bewegt – der Kopf zum Beispiel. Oder auch bei den Kreisen – was kreist vielleicht alles mit? Dann haben wir uns auf die Unterarme gestützt und die Hüfte im Kreis und von 6 zu 12 bewegt, dann im Sitzen, die Arme gerade abgestützt. Dann sind wir durch den Raum gelaufen, wie wir nach der Übungen laufen – man wackelt automatisch mit dem Po und viele (ich auch) haben sich sehr schwer gefühlt, als würde sie etwas zur Erde ziehen, aber erst ab der Mitte des Oberkörpers.

Dann sind wir durch den Raum gelaufen und haben erste Alle meine Entchen gesungen (weil wir das alle kennen ;) ) und dann beim Ausatmen einfach gezählt, eingeatmet und wieder von vorne gezählt. Dann haben wir uns mit dem Singen begrüßt und kurz unterhalten, dann die Wand angesungen (immer noch nur Alle meine Entchen), auf verschiedenen Arten, wie z.B. selbstbewusst, ängstlich, zärtlich,…

Dann haben wir einen Partner bekommen und haben eine kurze Impro gemacht: Einer steht am linken Rand des Raums, der andere an der gegenüberliegenden Seite. Wir soll sollten dann einfach aufeinander zugehen und wieder „Alle meine Entchen“ singen, so mit einander kommunizieren. Wichtig dabei: Nichts vornehmen, vorher „leer machen“ und es einfach geschehen lassen. Die Leiterin des Schauspieltrainings gibt uns natürlich hinter her oder zwischendurch sehr nützliche Tipps mit, oder lobt uns viel für Sachen, die wir gut machen. Z.B. dass man nicht erst anfängt zu singen, wenn man unmittelbar vor einander steht, schließlich sieht man sich schon vorher. Genauso ist das auch auf der Bühne – wenn man neu auf die Bühne kommt und alle erst einmal so tun, als würden sie einander nicht wahrnehmen, bis man auf einer bestimmten Position ist – und dann plötzlich „Oh! Wo kommst du denn her?“ :D

Danach haben wir Dreiergruppen gebildet und die Zahlen 1 bis 3 verteilt. Nummer 1 sollte nun ganz normal durch den Raum laufen, Nummer 2 den Gang so exakt wie möglich kopieren und Nummer 3 sollte den Gang von 2 extrem übertreiben (Clown). Dann auch einzeln in den Dreiergruppen zeigen, verbessern. Dann sollte die eine Hälfte von uns als Clowns durch den Raum laufen, eine Maske (Gesichtsausdruck) dazu ausdenken, so einander begrüßen, nach einer Zeit sollten wir dann auf ein Klatschen hin den Clown von jemand anderem übernehmen und wieder zurück. Die andere Hälfte ist dann auch in ihren Clowns durch den Raum gelaufen und sie haben zwei Sätze bekommen: „Ich bin wirklich neugierig, mit was du mich noch überraschen wirst“ und „Ich hätte gerade richtig Lust, dir zu sagen: Du verdammtes Arschloch“, die sollten sie dann zu einander sagen und kleine Szenen entstehen lassen. Dann sollten sie sich an einen langen (nicht vorhandenen) Tisch setzen (mit vorhandenen Stühlen), immer noch in ihren Clowns und nur diese zwei Sätze verwenden – die Situation sollte den 60. Geburtstag darstellen. Irgendwann konnte sich jeder noch ein Geräusch dazu nehmen (ein kleines Lachen, Schnauben, …), die Sätze haben sie dann automatisch etwas variiert. Bevor das ganz zu Ende war, musste ich leider gehen (um den Zug zu bekommen).

Jedenfalls hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und man kommt sich auch kein bisschen albern vor, auch nicht wenn man laut „Alle meine Entchen“ singt und durch den Raum läuft – weil es eben alle machen und ja auch ein tieferer Sinn dahinter steckt ;)

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14 Kommentare zu “Klarträumen Update & Schauspielen – Offenes Schauspieltraining III

  1. Pingback: Jubiläum: 1 Jahr blogge ich jetzt | dreams on their way to reality

  2. Pingback: Klarträumen Update 2 | dreams on their way to reality

  3. Ahhh, ich hab etwas für dich gefunden :D
    http://future.arte.tv/de/des-klartraums

    Dort scheint es einige interessante Berichte über das Klarträumen zu geben. Ich habs jetzt selbst nicht angesehen, und nur mal durchgelesen. Hört sich gut an. Von Xenius habe ich schon einiges gesehen und die machen das super :)

  4. Träume sind für mich ein Fenster zum Unbewussten.
    Deswegen möchte ich die gar nicht beeinflußen :D
    Es macht mir viel mehr Spaß die zu analysieren.
    Das mit der Schule finde ich bei dir interessant.
    Aber das liegt wohl an dem Wechsel?
    Wie ist es eigentlich auf der neuen Schule? Gut eingelebt?

    Ich finde es klasse wie detailiert du das Ganze zum Schauspieluntericht erklärst. Beim Lesen komme ich mir vor, als wäre ich selbst dabei.
    Wir hatten aber in der Schule auch mal so ein Training zum Wahrnehmen.
    Da sind wir auch durch den Raum gelaufen und mussten verschiedene Rollen einnehmen und auch Emotionen ausprobieren.
    Das war ganz witzig, aber meins wars dann doch nicht. Bei sowas bin ich wohl zu schüchtern x)

    • Ja, ich analysiere meine Träume auch immer :D Allerdings ist es meistens ziemlich offensichtlich, warum ich die Sachen träume, die ich eben träume. Ich will auch weiterhin „normal“ träumen, aber man könnte eben alles machen… also ausprobieren will ich das Klarträumen auf jeden Fall.
      Ja, kann sein, dass das mit der Schule verstärkt am Wechsel liegt, aber ich glaube, ich habe auch vorher oft davon geträumt, auch wenn es nur Kulisse war oder ähnliches. Liegt wohl daran, dass die Schule eben einen Großteil meiner Zeit einnimmt.

      Schön, dass du fragst :) Ja, inzwischen fühle ich mich ziemlich wohl dort. Ich bin zwar immer noch nicht ganz angekommen, aber das wird schon, es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung :)

      Das freut mich! Ich habe beim Schreiben überlegt, ob es nicht vielleicht zu genau wäre, aber dann ist ja gut ;)

      In der Schule ist das allerdings auch etwas anderes, da kommt man sich schnell albern vor und ist eben mit Leuten zusammen, bei denen man sich Gedanken macht, was sie von einem halten, wenn man da intensiv und ernst mitmacht. Im Darstellendes Spiel Kurs ist das schon besser, weil dort alle das immerhin freiwillig gewählt haben, aber im Jugendclub von einem Theater, den man auch noch bezahlen muss und die Freizeit für nutzt – das ist noch mal etwas ganz anderes. Ich merke auch selber, dass ich dort viel selbstbewusster und offener bin – sonst bin ich auch eher ruhig und schüchtern :)

      • Ich finde es gar nicht mal so leicht meine Träume zu deuten.
        Klar ist es meistens eine Sache, die mich grade total beschäftigt, aber interessant sind dann die Kleinigkeiten wie die Personen, die auftauchen, bestimmte Gegenstände, der Ort.
        Besonders interessant ist es, wenn man doch keinen schnellen Bezug dazu findet :D
        Aber ich verstehe auch den Reiz klar zu träumen. Diese habe ich auch manchmal, aber dann rein zufällig. Das sind mitunter die besten Träume.

        Das freut mich, dass es mit der Schule soweit klappt! Ja, ich denke so ein angekommen dauert auch ein paar gute Monate, wenn nicht sogar ein halbes bis ganzes Jahr. Das ist schon eine Umstellung. Alleine die Ticks von den Lehrern herauszubekommen ist eine gute Zeitarbeit x)

        Nein, die ausführliche Schreibweise passt hier sehr gut, meiner Meinung nach. Ich lese es sehr gerne.

      • Ja, es gibt immer mal so ein paar Sachen, bei denen ich mir denke – oookaaay… warum habe DAS jetzt geträumt?! Aber das kommt nicht so oft vor ;) Einen Klartraum hatte ich leider noch nie, auch nicht zufällig…

        Ja, das stimmt :D
        Das freut mich :)

  5. Also wenn du Hilfe brauchst, meld dich, ich lerne bisher ca. 5 Jahre lang und kann mittlerweile immer, wenn ich will, klarträumen.

      • Da das mit dem Tagebuch bei dir ja schon sehr gut klappt, fällt mir fürs Erste nicht mehr ein, als IMMER Reality Checks zu machen, IMMER, IMMER, IMMER, lieber 10mal zu viel als einmal zu wenig.
        Hast du auch schon mal die direkte Methode versucht, also beim Einschlafen wach zu bleiben? Ist zwar mega unheimlich, aber du kommst zu 90% in nem luziden Traum an. Nur die Halluzinationen und wirklich grusligen Begegnungen davor sind echt grausam. Da musst du dir nur immer denken, gleich hast dus geschafft. Außerdem ist das Gefühl, mit komplett eingeschlafenem Körper dazuliegen für viele nicht leicht zu verkraften.
        ALSO: RCs dauern länger zu erlernen und man braucht länger, bis man regelmäßig luzid werden kann, aber sind auch nicht so unheimlich und fast schon ekelhaft wie die direkte Methode.

      • Oh Gott. Also von der direkten Methode hatte ich noch nichts gehört, hört sich aber doch sehr… interessant an :D Ich weiß zwar nicht, wie das funktionieren soll, aber ich werde es wohl mal versuchen. Danke :)

      • Also, es gibt 3 große direkte Methoden: WILD, MILD und TILD.
        In der WILD legst du dich komplett entspannt hin, so als würdest du einschlafen wollen. Während dein Körper erstarrt und einschläfst, musst du nun deinen Kopf unbedingt wach halten, also nicht den körperlichen Kopf, sondern dein Gehirn zB mit Zählen. Dann kommen die ersten Horror-Halluzinationen, Menschen um dein Bett etc., bis sich der luzide Traum vor dir aufbaut. Ist die größte „Horror“-Methode, aber sehr erfolgreich. Wenn nicht beim ersten Mal, dann sicher mind. beim 5ten oder so.
        MILD müsste bei dir relativ sicher funktionieren: Du schläfst erst ganz normal. Dann ganz normal aufwachen, aber du musst dich unbedingt an den letzten Traum erinnern. Dann schläfst du SOFORT wieder ein, egal ob du müde bist oder nicht. Beim Einschlafen die letzte Szene aus dem letzten Traum in deiner Erinnerung behalten. Damit sollte es klappen.
        Für TILD solltest du richtig durstig sein, bevor du einschläfst. Wenn du dann aufwachst, und was trinken willst, füll dir ein Glas Wasser im Badezimmer, aber nicht das, sondern was anderes trinken, dabei an Wasser denken und den RC machen. Dann nimmst du Salz in den Mund, stellst das gefüllte Glas neben das Bett und schläfst so ein. Während dem Einschlafen immer dran denken, wie verdammt arg du jetzt was trinken würdest, aber NICHTS trinken! Auf keinen Fall! Sobald du aber deinen Körper vorfindest, wie er trinkt, weißt du, du träumst. TILD hab ich aber selber noch nie ausprobiert, weil es sich einfach abartig anhört. Gut, WILD auch, aber WILD ist nur bei den ersten Malen immer wieder eine Überwindung :D

      • Cool, danke. MILD werde ich auf jeden Fall ausprobieren, WILD auch (bin neugierig genug um das zu riskieren), TILD wohl nur, wenn die anderen Methoden gar nicht funktionieren. Danke :)

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