Schauspielen – Offenes Schauspieltraing V mit ‚The Baseballs‘

Dieses Mal war das offene Schauspieltraining genau an dem Abend, als Deutschland gegen die USA gespielt hat – was Vor- und Nachteile hatte. Positiv war, dass die erste Bahn, mit der ich zurückgefahren bin (ich steige zwischendurch um), seeehr leer war, obwohl sie sonst überfüllt ist. Negativ war allerdings, dass ich 1. das Spiel eben nicht gucken konnte (aber Schauspielen geht da eindeutig vor!), dass 2. die zweite Bahn, mit der ich zurückgefahren bin, komplett überfüllt war, obwohl sie sonst so wunderbar leer ist (alle 16-18 Jährigen, die auch nur irgendwo in einem der Dörfer in meiner Umgebung wohnen, mit dieser einen Bahn vom Public Viewing in Frankfurt zurückfuhren) und dass 3. das ganze Gehupe (auch 1 1/2 Stunden nach Spielende noch) ziemlich gestört hat.

Jetzt aber zum Schauspieltraining. Zum Aufwärmen haben wir uns gegenseitig abgeklopft – das hatten wir schon einmal gemacht, wahrscheinlich beim Workshop davor, nur dass ich das da vergessen habe, aufzuschreiben. Jedenfalls macht man das immer zu zweit, der eine lässt sich mit dem Oberkörper nach vorne nach unten hängen und entspannt sich so weit wie möglich, der andere (ich verwende hier jetzt einfach mal generell die männliche Form, ist mir zu blöd immer beides hin zu schreiben, wir Mädels kommen damit schon klar) klopft denjenigen dann ab – Rücken, Arme, Hände, Beine, Füße und sanft auch Nacken und Kopf. Außer Nacken und Kopf sollten die Schläge auch nicht zu leicht sein, sonst ist es noch am ehesten unangenehm. Wenn man fertig geklopft hatte, richtete man den anderen wieder auf, indem man mit einem Finger langsam die Wirbelsäule Wirbel für Wirbel hochfuhr und der andere leicht dagegen drückt und sich so aufrichtet. Dann streicht man den anderen noch aus und es wird gewechselt.

Danach haben wir wieder versucht, die Namen mit einem Ballspiel ein wenig zu lernen. Es ist übrigens so, dass zwar immer bekannte Gesichter dabei sind, davon auch 2-3, die immer da sind, aber es sind auch immer wieder neue dabei. Das Ballspiel war wieder das übliche: 1. Runde: eigenen Namen beim Werfen sagen, 2. Runde: den Namen desjenigen, dem man zuwirft, 3. Runde, den Namen der Person, der die nächste den Ball zuwerfen soll (A wirft zu B, sagt F. B wirft zu F, sagt D. F wirft zu D, sagt C. usw.).

Dann haben wir uns in zwei Reihen gegenüber gestellt und nur mittels Handbewegungen den anderen zu uns gewunken oder ihm signalisiert, dass er wieder rückwärts weggehen sollte. Dann war der andere dran. Das haben wir dann erweitert und sollten einfach aufeinander zulaufen oder wieder weggehen (nicht mehr rückwärts, sondern mit Umdrehen), dann durften wir uns auch hinlegen, der andere nicht über einen drüber steigen. Das haben wir dann auf die ganze Gruppe ausgedehnt, d.h. man durfte sich auch im 90° Winkel drehen und dann diese Linie weitergehen. Wir haben uns dann in zwei Gruppen aufgeteilt, wir haben dann aber denselben Auftrag bekommen: Das selbe wie vorher auch machen, aber wenn man jemandem begegnet, sollte man stumm ausmachen, ob man in die Luft springt, sich umarmt, oder gar nichts tut (Blickkontakt!). Die zweite Gruppe (in der ich dann auch war) sollte eben dasselbe machen, nur das wir ein sehr viel fröhlicheres Lied hatten: Die Coverversion von Katy Perrys Lied „Hot’n’Cold“ von der mir sehr bekannten Band „The Baseballs“. :D Da war ich dann natürlich gleich nochmal viel besser drauf. ;)

Danach haben wir das natürlich wieder besprochen und hatten dann Pause. Zum Wiedereinstieg haben wir dann das große Sterben gespielt. D.h., jemand fängt an und bringt irgendjemand anderen um. Derjenige stirbt dann und bringt im Sterben den nächsten um. So geht das immer weiter, bis alle tot sind. Dabei sollen die Mordmethoden natürlich möglichst kreativ sein. Das haben wir dann zweimal gemacht und sind gleich im Kreis geblieben. Die Leiterin hat dann ein Lied angemacht und jemanden bestimmt, der dann anfangen sollte, zu tanzen, oder irgendwelche Bewegungen zu machen. Die Personen gegenüber im Kreis sollten das dann nachmachen, die Personen, die diese dann wiederum gut sehen konnten, haben das wieder nachgemacht, bis am Ende alle das gleiche gemacht haben. Vielleicht kann man sich das mit einer Uhr besser vorstellen: 12 fängt an, 5, 6 und 7 machen es nach, daraufhin machen 10,11,(12),1 und 2 diese wieder nach, die werden daraufhin von 3,4,(5,6,7),8 und 9 nachgemacht. Nach kurzer Zeit hat dann der nächste im Kreis etwas vorgemacht, und immer so weiter, bis alle durch waren. Und das hat Spaß gemacht! Das war echt toll. Wir sind alle zu Musik da herumgehopst und getanzt und gesprungen und haben gelacht und uns nicht darum gekümmert, ob das jetzt vielleicht blöd aussieht (die anderen haben es ja auch nachgemacht) und es hat einfach Spaß gemacht. :)

Dann haben wir kurze Szenenanfänge geübt, d.h. wir standen im Kreis, jemand ist in die Mitte gegangen und hat angefangen zu spielen (ohne Ton!). Sobald jemand erkannt hat, worum es geht, konnte er reingehen und mitspielen (jetzt mit Ton) – aber eben nur kurz und dann gehen beide wieder.

Danach haben wir noch zwei verschiedene Improvisationsübungen gemacht. Die erste, die sogenannte Stufenimpro(visation), ging so: A geht auf die Bühne und spielt irgendeine Situation. Nach einer Zeit kommt B dazu und beginnt eine völlig neue Situation, A muss mitspielen. Dann kommt C dazu, wieder eine neue Situation, genauso wie bei D und E. Dann geht E irgendwann wieder raus (muss natürlich einen sinnvollen Grund in der Szene finden) und es springt zurück zu der Szene, die A,B,C und D vorher gespielt hatten. Dann geht D wieder raus und es springt zur vorigen Szene mit A,B und C zurück, dann geht C raus, die Szene von A und B wird wieder weitergespielt, B geht raus und A spielt die allererste Szene weiter und geht ab.

Die zweite Improübung war wieder die Zweierimpro, d.h. zwei Personen spielen, dann klatscht jemand und ersetzt eine der beiden Personen, fängt eine neue Szene an. Dann kann jemand anderes wieder klatschen und einen der beiden ersetzten. Und das eben immer so weiter, bis man keine Zeit oder keine Lust mehr hat.

Dann noch die abschließende Besprechung und die drei Stunden waren wieder vorbei.

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