Urlaub – London – Vorbereitungen & Tag 1 – Anreise

Eigentlich hatte ich zu London nur einen relativ kurzen Beitrag schreiben wollen, aber dann habe ich angefangen und mir sind so viele Sachen eingefallen, die ich alle aufschreiben will, dass es jetzt doch ein paar Teile werden. :D

Endlich, endlich bin ich auch mal in London gewesen, nachdem ich schon so lange dahin wollte. Ich hatte in letzter Zeit sogar damit angefangen, immer mal wieder meiner Mutter gegenüber zu erwähnen, dass wir ja nächsten Sommer nach London fahren würden. Zwischendurch habe ich immer mal ein paar Argumente dafür eingebracht und mir vorgenommen, mich um eine nicht ganz so teure Unterkunft zu kümmern und alles zu planen. Und dann war ich über das Wochenende bei meinem Vater und erwähne auch dort, dass ich so gerne mal nach London wollte – und zack! Innerhalb von vier Stunden stand alles fest, der Fernreisebus hin und zurück war gebucht und ich würde zwei Tage später für ganze drei Tage nach London fahren!

Ich hatte das verdammte Glück, dass mein Vater genau in dieser Woche geschäftlich nach London musste und ich so bei ihm im Hotelzimmer mit übernachten konnte. Kostete also fast gar nichts (nur ein kleiner Aufpreis). Die Busfahrten waren über Nacht, nicht so teuer und lagen so super, dass ich mit zwei Übernachtungen im Hotel wirklich drei ganze Tage von morgens bis abends in London verbringen konnte.

Die beiden verbleibenden Tage bis ich dann losgefahren bin, habe ich komplett damit verbracht, mich mit London zu beschäftigen und eine Art Zeitplan zu erstellen, wo ich hinwill, was wann offen hat, wo ich zu einer bestimmten Uhrzeit sein will, wann ich am besten zu Hauptattraktionen gehe, damit es da nicht so voll ist, wo ich umsonst reinkomme, wie viel Geld ich wohl brauchen werde, ob der London Pass eine Idee wäre (nein, lohnt sich für mich nicht), ob man Tickets online kaufen konnte (nein – so knapp vorher nicht), wie ich mich am günstigsten durch die Stadt bewegen kann (TravelCard Zone 1-2, für drei Tage jeweils einzeln), wie ich vielleicht Wege/Runden drehe, damit ich nicht dauernd vom einen Ende zum anderen Ende mit der Tube fahren muss, und und und…

 

Tag 1 – Mo – Anreise

Und dann war es soweit. Montag Nachmittag, meine Mutter hat mich netterweise bis Frankfurt gefahren, wo der ADAC Postbus abfahren sollte. Ich hatte extra viel Zeit eingeplant und das war auch gut – denn wir haben erst noch Euro in 80 Pfund umtauschen wollen und wurden dann erst mal quer durch den Bahnhof und sonst wohin geschickt, wo man angeblich überall Geld tauschen könnte – letztendlich ging es an genau einer Stelle mit verdammt hohen Preisen. Wir haben ernsthaft für 80 Pfund 112 Euro und ein paar Cent bezahlen müssen. Aber eine andere Wahl hatte ich nicht, da diese Reise so überstürzt war und in London die Banken leider erst um 9 Uhr, 1 1/2 Stunden nach meiner Ankunft, aufmachen.

Dann haben wir auch erst noch etwas länger suchen müssen, wo denn nun der Bus abfahren sollte – war natürlich alles verändert und der Plan stimmte nicht und alles. Aber rechtzeitig kamen wir doch noch an. Nur, dass der Bus dann einfach nicht kam, wodurch ich ziemlich nervös wurde, denn schließlich musste ich in Köln den Anschlussbus von megabus bis nach London bekommen. Es waren zwar eineinhalb Stunden Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt des nächsten Busses, aber mittlerweile warteten wir schon 40 Minuten und der ADAC Bus war immer noch nicht da. Irgendwann kam er dann doch noch, hat aber natürlich noch alles ewig gedauert, bis wir wirklich gefahren sind, sodass wir letztendlich eine Stunde Verspätung hatten.

Der ADAC Postbus hat ja das tolle Privileg, dass man mit der App oder über die Internetseite in diesem Bus ein paar Filme kostenlos gucken kann, oder ein paar wenige Serien oder Bücher lesen oder Hörbuch oder Musik hören. Das habe ich allerdings nicht genutzt, da ich den Akku von meinem Handy noch brauchte – schließlich würde ich es erst am nächsten Tag abends aufladen können und ich hatte doch lieber die Möglichkeit, im Hotel oder sonst wo anzurufen, falls irgendetwas schief gehen sollte.

Der Umstieg hat dann doch noch gut geklappt, der Busfahrer hatte wieder 20 Minuten aufgeholt. (Ob das jetzt so gut war, weiß ich aber auch nicht, wenn der dann da lang rast…) Weitergefahren bin ich dann also mit megabus – einem Unternehmen, von dem ich nicht so viel Gutes gelesen hatte. Aber die beiden Fahrer (haben sich abgewechselt) waren total nett und es gab eine Toilette im Bus und Licht für jeden einzelnen und man konnte die Sitze etwas nach hinten klappen. Natürlich war es eng, aber das wusste ich ja auch vorher.

Gegen halb 12 habe ich dann versucht, etwas zu schlafen – mein Sitznachbar war zwar vorher auch noch wach gewesen, allerdings nicht sehr gesprächig. Das mit dem Schlafen hat aber nicht so ganz funktioniert. Fand ich aber gar nicht so schlimm, weil ich mich darauf schon eingestellt hatte und das eben in Kauf genommen hatte, dafür, dass ich nach London konnte. Das Schlafen wurde vor allem auch dadurch erschwert, dass der Bus an zwei weiteren Haltestellen gehalten hat, an denen das Licht eingeschaltet wurde, der Fahrer (der aber total nett war) ins Mikro gebrüllt hat, damit alle, die aussteigen müssen, das auch tun, und eben alle möglichen Leute aus- und wieder einige andere eingestiegen sind. Und dann musste der Bus auch für die Passkontrolle halten. Irgendwann war ich dann doch mal ein bisschen eingeschlafen – wenn auch immer nur ganz kurz, weil ich dann aufgrund von Halsschmerzen, Rückenschmerzen, Poschmerzen oder einem unangenehmen Ziehen in der Seite wieder aufgewacht bin – und dann fuhr der Bus auch schon auf die Fähre. Inzwischen war es 2 oder 3 Uhr nachts. Das Problem – auf der Fähre muss man aussteigen. Und die fährt echt lang. Ich habe mir dann meinen Rucksack geschnappt und auf der Fähre schnell einen einigermaßen gemütlichen Sessel gesucht, den Kopf auf den Tisch gelegt und versucht, dort ein bisschen zu schlafen. Irgendwie habe ich das sogar kurz geschafft, trotz Disneyfilm im Hintergrund, weshalb mein Zeitgefühl ein bisschen durcheinander geraten ist, aber ich würde mal schätzen, dass die Fähre zwischen einer und zwei Stunden gebraucht hat.

Irgendwann ist sie dann auf der anderen Seite angekommen und mir ist aufgefallen, dass ich mir in meiner Schlaftrunkenheit gar nicht gemerkt hatte, wo denn nun mein Bus auf der Fähre geparkt hatte. Ups. Zum Glück sind mir dann zwei begegnet, von denen ich mir sicher war, dass sie auch mit meinem Bus fuhren und ich bin denen einfach mal hinterhergedackelt. Und sogar wieder im richtigen Bus gelandet. Was ich dann an meinem unverwechselbaren Kissen mit Dschungelbuch-Mogli-Balu-Bezug erkannt habe. :D

Ab da konnte ich tatsächlich noch ein bisschen schlafen – am besten ging das in einer eher merkwürdigen Position, die ich aber als durchaus sehr angenehm empfunden habe. Ich habe das mal aufgezeichnet:

Schlafposition im Bus

Schlafposition im Bus

Irgendwann sind wir dann in London angekommen und ich habe die letzte halbe Stunde damit verbracht, mich dazu zu überreden, mir jetzt schon auf der Fahrt die Stadt anzuschauen anstatt meinem wahnsinnigen Drang nach Schlaf nachzugeben. Der dann auch mit der Zeit verschwunden ist. Und da war ich nun, in London, und bestaunte aus dem Bus kurz Big Ben und das London Eye. Und pünktlich um 07:30 Uhr (Londoner Zeitzone! Also eine Stunde nach… äh… hab’s schon wieder vergessen -.-) kamen wir dann in der Victoria Coach Station an.

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2 Kommentare zu “Urlaub – London – Vorbereitungen & Tag 1 – Anreise

  1. Ein sehr guter Text. War richtig schön zu lesen.
    Bei dem „Dschungelbuch-Mogli-Balu-Bezug“ musste ich lachen :D
    Hört sich nach einem tollen Bezug an.
    Über die Schlafposition bin ich erstaunt. Im Bus zu schlafen ist wirklich sehr unbequem. Auf längeren Fahrten bin ich auch 100x aufgewacht.
    Die nächste Mal probiere ich diese Position auch :D

    Nach England wollte ich schon lange einmal. Schön, dass du jetzt dort warst. Freue mich auf die weiteren Reiseberichte :)

    • Danke schön! *freu* :)
      Ja, den Bezug habe ich schon ein bisschen länger :D

      Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich so nach vorne gelehnt mit dem Gesicht halb im Kissen so „gut“ würde schlafen können, aber es war echt viel gemütlicher als gedacht. Vielleicht, wie mir nachher aufgefallen ist, weil mein Kopf dann fast in einer waagerechten Position war, wie im Liegen, und nicht so aufrecht wie in anderen Positionen. Und so hat mir die Seite nicht ganz so weh getan. Also ja, probier das ruhig mal aus ;)

      Es hat sich gelohnt! London ist wirklich schön.
      Oh, das freut mich, danke :) Kommt bald. Ich weiß nicht, ob ich es heute noch schaffe, weil ich gerade erst nach Hause gekommen bin, packen muss und in einer Stunde schon wieder los muss, aber morgen bestimmt.

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