Sonstiges – Aufregung

Ich habe immer mal wieder bei mir bemerkt, was es doch für verschiedene Arten von Aufregung gibt, und in welchen Situationen diese auftreten. Insgesamt habe ich aber bemerkt, dass ich gar nicht so oft aufgeregt oder nervös bin. Auch wenn das jetzt erst mal viel aussieht, aber diese Arten kommen bei mir alle nur selten vor.

Da gibt es fünf harmlose Arten:

  1. Das angenehme Ziehen im Bauch, wenn ich mich auf etwas freue. (manchmal)
  2. Die leichte, unangenehme Übelkeit vor wirklich wichtigen Referaten/wenn ich vor Publikum etwas vortrage. (sehr selten)
  3. Zittern, frieren und kalte Hände, wenn ich vor einer schwierigen Klausur nervös bin. (sehr selten)
  4. Die ganze leichte Unruhe und Vorfreude vor einem Auftritt auf der Bühne, zum Schauspielen (immer, aber die Unruhe ist sehr schwach, Vorfreude sowieso da)
  5. Meine Hände zittern, man hört die Nervosität in meiner Stimme, die einfach nicht auf einer Höhe bleiben will. Passiert mir manchmal, wenn ich (ungewollt / unerwartet)eine Hausaufgabe vorlese. (öfter mal)

Und eine, die ich total schrecklich finde:

  1. Shutdown: Das Blut pocht in den Ohren, das Sichtfeld beschränkt sich auf die Mitte, ich werde unkonzentriert, meine Wahrnehmungen sind allesamt wie durch Watte, ich zittere teilweise, das Herz pocht in meiner Brust, ich bekomme nichts mehr hin. Das passiert mir immer, wenn ich Klavier spiele und jemand zuhört, der nicht meine Mutter oder mein Bruder ist. Total schrecklich.

Ich frage mich, woran das liegt. Dass ich, wenn ich auf der Bühne vor 200 Leuten schauspiele, komplett ruhig bin, und auch vorher kaum aufgeregt bin, eigentlich nur Vorfreude spüre, und auch bei Referaten und Vorträgen vor der Klasse nur minimal aufgeregt bin

– aber wenn ich einfach nur am Klavier spiele und nur übe, jemand zur Haustür reinkommt und kurz stehen bleibt, um zuzuhören, oder auch wenn einfach nur meine Klavierlehrerein da ist und ich das geübte Stück spiele, gleich diese letzte, schreckliche Variante passiert und ich komplett unfähig werde, das Stück vernünftig zu spielen, obwohl ich es eigentlich gut kann. Aber auch wenn ich es bewusst jemandem vorspiele, nachdem ich es so lange geübt habe, bis ich es gut kann. (Wobei das aber auch nicht immer passiert, manchmal klappt es mit dem Vorspielen auch ohne, wenn ich weiß, dass ich es sehr gut kann und die Zuhörer das Stück toll finden.)

Aber so merkwürdig ich das auch finde – ich bin froh, dass ich mit Auftritten auf der Bühne / Vorspielen in der Schule so gut klarkomme und nicht dort diesen Shutdown erlebe.

Kennt ihr das? Hat jemand eine Idee, warum diese komische Aufteilung bei mir so ist, wie sie ist?

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