Schauspielen – offenes Schauspieltraining IX

Und wieder mal war ich da. Inzwischen gibt es jeden Monat zwei Termine für das offene Schauspieltraining, an denen das selbe gemacht wird, damit die Gruppe nicht so groß ist. Diesmal hatten sich 20 junge Leute angemeldet, durch einen Grippevirus waren letztendlich aber nur 11 da. Und das war wunderbar wenig und super lustig. Ein bisschen viel Sterben, unbeabsichtigter Weise, aber sehr lustig. ;)

Ich habe diesmal mal ein paar Überschriften dazugesetzt, damit es übersichtlicher ist. :)

Ruhig werden, Vorstellen, Namen lernen, ZippZapp

Begonnen haben wir diesmal damit, dass wir einfach erst einmal im Kreis saßen, die Augen geschlossen haben und uns auf uns selbst und unsere Atmung konzentriert haben, wie wir uns gerade fühlen. Wunderbar ruhig haben wir dann mit der Vorstellungsrunde begonnen und dann im Kreis eine kleine Übung zum Lernen der Namen gemacht: Jeder tritt einmal mit einer Bewegung nach vorne und sagt: „Ich bin die/der …“ mit Namen und einem Adjektiv, dass mit dem selben Buchstaben wie der Name anfängt. Der Rest antwortet dann mit der selben Bewegung und wiederholt dabei „Du bist die/der …“.

Weiter ging es mit dem Namenlernspiel ZippZapp: Wir standen im Kreis, einer in der Mitte. Diese Person deutet dann auf irgendjemanden und sagt Zipp – dabei muss die entsprechende Person den Namen der Person links von sich sagen – oder Zapp – dabei von der Person rechts von sich. Bei ZippZapp rennen alle durcheinander und suchen sich einen neuen Platz im Kreis. Wen jemand den Namen nicht weiß oder einen falschen nennt, muss er in die Mitte. Beim Durcheinanderrennen die person, die als letztes einen Platz gefunden hat.

Durch-Den-Raum-Laufen, begrüßen, in Zeitlupe kämpfen

Dann kam das übliche Durch-den-Raum-Laufen. Erst neutral, den Raum betrachten. Wenn man dann einer Person begegnet ist, diese mit „Hallo“ + Name begrüßen. Irgendwann dann mit einer Umarmung. Und dann das plötzliche Stehenbleiben, Augen schließen – wo ist denn diese Person? – Zeigen, Augen öffnen und nachschauen, um wie viele Meter man sich vertan hat. ;) Dann sollten wir schnell laufen – nicht rennen oder joggen, sondern so, als würde alles in Zeitraffer ablaufen. Dann in Zeitlupe. Wenn man dann auf jemanden traf, kämpfte man in Zeitlupe miteinander. D.h. man hat versucht, mit Händen und Armen eine Stelle des anderen zu berühren, die eben nicht Hand oder Arm war. Diese Person starb dann in Zeitlupe. Das Ganze ging dann, bis nur noch eine Person übrig geblieben war.

Schnick-Schnack-Schnuck

Schnick-Schnack-Schnuck war das nächste Spiel. Wir liefen alle durcheinander. Wenn man auf jemand anderen traf, spielte man einmal.Der Verlierer musste dann dem Gewinner hinterherlaufen und ihn anfeuern. Wenn wieder zwei aufeinander trafen, schloss sich auch diese Gruppe dem Gewinner an. Bis es dann letztendlich zu einem großen Showdown bei uns kam. Wir haben es zweimal gespielt – beide Male hat die selbe Person gewonnen und ich habe beide male direkt beim ersten Mal verloren. :D

In Gruppen zusammenfinden

Wir sind wieder durcheinander gelaufen. Die Leiterin hat dann immer eine Zahl gesagt, zu der wir uns in Gruppen zusammenfinden sollten – mit 11 Leuten ein bisschen schwierig. Die Gruppe mit der Person zu wenig sollte dann versuchen, sich eine aus einer anderen Gruppe zu klauen. Dann hat sie andere Dinge genannt, nach denen wir uns in Gruppen sortieren sollten: Anzahl der Geschwister, Augenfarbe, Geburtsmonat, Wohnort, Lieblingseis,…

Gang beobachten & übertreiben

Danach haben wir uns in zwei Reihen gegenüber aufgestellt. Also A-C-E-G-I-K und B-D-F-H-J. A lief dann ganz normal auf B zu. B beobachtet, übertreibt, was ihm/ihr aufgefallen ist und läuft so auf C zu. C beobachtet, übertreibt, läuft auf D zu usw. Das haben wir ein paar Mal gemacht.

Blinzeln + rennen

Nach der Pause ging es dann damit weiter, dass wir im Kreis standen, eine Person in der Mitte. Im Kreis konnte man dann per Augenkontakt ausmachen, dass man die Plätze tauscht – die Person in der Mitte musste versuchen, zuerst auf einen der beiden Plätze zu kommen.

Geschichten beginnen & fortführen

Bis auf zwei haben sich nun alle als Zuschauer hingesetzt. A sollte nun 30 Sekunden lang eine Geschichte beginnen, danach sollte B weitere 30 Sekunden lang diese Geschichte fortführen und bestenfalls beenden. Dann fing B an zu erzählen, C hat es fortgeführt usw.. Auch sehr lustig.

Leben in der Großstadt

Die Hälfte der Gruppe ist als Zuschauer sitzen geblieben, die andere Hälfte ist in den Bühnenbereich gegangen. Nun sollte das Leben dargestellt werden – einfach alles, was so auf einem Platz in einer Großstadt passiert. Man konnte auf die Fläche treten, irgendetwas machen, abgehen und als völlig andere Person wieder auftreten. Es war schon sehr interessant, was bei uns alles passiert ist. Es waren normale Dinge dabei, wie zur Bahn rennen, ein Bettler, der ignoriert wurde, Taschendiebstahl, Fotos wurden geschossen, es wurde gewartet, angerempelt – es gab aber auch andere sehr interessante Dinge – jemand kam mit einer Pistole und erschoss alle drei auf dem Platz befindlichen Leute, einer stand als Zombie wieder auf, hat die zwei anderen angebissen, die daraufhin ebenfalls als Zombies wieder aufstanden. Was eben so jeden Tag auf einem Platz in einer Großstadt passiert.

Zweier-Impro + Sterben

Nun sollten immer zwei auf die Bühnenfläche gehen und zwei Minuten lang eine Situation improvisieren. Nachdem diese dann vorbei waren, hatten die beiden eine Minute Zeit, bis mindestens einer von beiden gestorben sein musste. Das war ebenfalls sehr lustig, auch wenn es vielleicht teilweise etwas brutal war. Wir hatten ganz verschiedene Arten – mal hat der eine den anderen umgebracht, dann war es ein Monster, dann das falsche Medikament, eine Herzattacke, das Alter,…

Gutes tun, sterben & Abschlussbesprechung

Zum Ende hin haben wir uns dann nochmal in zwei Reihen aufgestellt. Eine Person ist dann hindurchgelaufen und alle anderen haben ihr „etwas Gutes“ getan. D.h. umarmen, kurz massieren, was auch immer. Und das, bis eben alle einmal durch waren.

Als Abschluss sind wir dann nochmal alle mehrmals gestorben: Wir standen wieder im Kreis, jemand fängt an und bringt jemand anderen auf kreative Art und Weise um. Diese Person stirbt dann, bringt dabei aber noch die nächste Person um, die dann wiederum im Sterben jemanden umbringt usw. Bis eben alle tot sind. Das haben wir zweimal gespielt.

Dann haben wir uns noch wie immer im Kreis zusammengesetzt und darüber gesprochen, was wir gut fanden, was wir nicht so gut fanden und darüber gelacht, dass wir an dem Abend doch wohl alle sehr oft gestorben sind.

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